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🛻 young4vintage Ticino 🚀

Erstes Restaurationsprojekt gestartet

Mitte April konnte in Partnerschaft mit dem Swiss Railpark St. Gotthard das erste Fahrzeug übernommen werden, das im Rahmen des Projekts «Next Heritage» restauriert werden soll. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt gemacht, um junge Menschen praxisnah an das historische Automobilwesen heranzuführen und ihnen die Möglichkeit zu geben, technisches Wissen direkt am Objekt zu erleben.

Von Roberto Bernasconi

Beim Fahrzeug handelt es sich um einen seltenen Austin Mini Moke aus der Mitte der 1960er Jahre, dessen Identifikation und technische Merkmale bereits im Detail dokumentiert wurden. Das Fahrzeug soll in den kommenden Monaten wieder fahrbereit gemacht werden und vor allem als Lernplattform dienen.

Die Grundidee hinter dem Projekt geht weit über eine klassische Restaurierung hinaus. Viele der beteiligten Jugendlichen verfügen bislang nur über begrenzte technische Erfahrung. Genau darin liegt jedoch die besondere Stärke dieses Vorhabens: Schritt für Schritt sollen die Teilnehmenden die verschiedenen Systeme und Technologien eines historischen Fahrzeugs kennenlernen – von Elektrik, Kühlung und Kraftstoffversorgung bis hin zu Bremsen, Kupplung und Motorentechnik.

Ebenso wichtig ist der praktische Zugang zum Handwerk. Die jungen Enthusiasten sollen lernen, wie Restaurationsarbeiten vorbereitet, geplant und fachgerecht umgesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um das Schrauben am Fahrzeug selbst, sondern auch um Präzision, Geduld, Teamarbeit und den respektvollen Umgang mit historischem Kulturgut.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Dokumentation. Bereits zu Beginn wurden technische Daten, Chassisnummern sowie Motor- und Karosseriekennzeichnungen analysiert und festgehalten. Damit sollen die Jugendlichen verstehen, wie wichtig Werkstattliteratur, originale Unterlagen und technische Dokumentation für die korrekte Einordnung und Erhaltung historischer Fahrzeuge sind.

Im Rahmen einer ersten technischen Bestandsaufnahme wurden bereits verschiedene Arbeiten definiert. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung der elektrischen Anlage, die Revision des Kupplungssystems, die Kontrolle der Bremsanlage sowie die Vorbereitung des Motors auf die Wiederinbetriebnahme. Ziel ist es, das Fahrzeug möglichst für einen geplanten Auftritt Anfang Juni wieder fahrfähig zu machen und langfristig auch einen FIVA-Karte zu beantragen.

Das Projekt zeigt eindrücklich, wie historische Fahrzeuge als Brücke zwischen Generationen, Technik, Geschichte und praktischer Ausbildung dienen können. In einer zunehmend digitalen Welt entsteht ein Raum, in dem junge Menschen wieder lernen, mit den Händen zu arbeiten, technische Zusammenhänge zu verstehen und Verantwortung innerhalb eines gemeinsamen Projekts zu übernehmen.

Mit diesem ersten Restaurationsprojekt setzt Next Heritage gemeinsam mit young4vintage ein starkes Zeichen für die Zukunft des automobilen Kulturerbes – lebendig, praxisnah und generationenübergreifend.

«Next Heritage» Gründung

Am 9. April 2026 wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft von young4vintage Ticino gemacht. Im Swiss Railpark St. Gotthard fand die Gründungsversammlung des neuen Vereins «Next Heritage» statt, dessen Ziel es ist, die Interessen der jungen Generation rund um das historische Automobilwesen im Tessin in einer strukturierten Form zu vertreten.

Von Roberto Bernasconi

Die Initiative steht ganz im Geist des Projekts young4vintage der SHVF und soll jungen Enthusiasten eine konkrete Plattform bieten, um Aktivitäten zu organisieren, Projekte zu entwickeln und nach aussen als klar strukturierte und anerkannte Organisation aufzutreten. Zu den praktischen Grundlagen gehört unter anderem auch die Möglichkeit, administrative und finanzielle Belange eigenständig zu regeln, beispielsweise durch die Eröffnung eines Vereinskontos.

Die Versammlung wurde von Irene Balestra geleitet, während Hermès Ammon das Amt des Protokollführers übernahm. Die anwesenden Gründungsmitglieder genehmigten einstimmig die Statuten des neuen Vereins, welche aus 36 Artikeln bestehen. Damit wurde «Next Heritage» offiziell mit sofortiger Wirkung gegründet.

Die Ziele des Vereins sind klar definiert und stark auf die Zukunft ausgerichtet: die Kultur historischer Fahrzeuge bei den neuen Generationen zu fördern, technisches und handwerkliches Wissen weiterzugeben, Bildungsprojekte zu entwickeln sowie ein Netzwerk von Enthusiasten aufzubauen, das den Austausch von Erfahrungen und Wissen ermöglicht.

Die vier tragenden Säulen des Projekts sind Leidenschaft, Geschichte, Technik und Gemeinschaft. Diese Werte sollen die zukünftigen Aktivitäten des Vereins prägen – von kulturellen Besuchen über Restaurationsarbeiten bis hin zu Bildungsprojekten und praktischen Erfahrungsberichten.

Besonders originell ist auch das symbolische Aufnahmeritual für ordentliche Mitglieder: Jedes neue Mitglied bringt einen persönlichen Gegenstand mit, der seine Leidenschaft für das historische Automobilwesen widerspiegelt. Diese Objekte sollen mit der Zeit zu einer kollektiven Darstellung der Identität und Entwicklung des Vereins zusammengeführt werden.

Im Verlauf des Abends wurde zudem der erste Vorstand des Vereins gewählt. Irene Balestra übernimmt das Präsidium, Hermès Ammon das Vizepräsidium. Alessio Ciccone verantwortet den Bereich Bildungsprojekte, Malyk Lombardi den technischen Bereich rund um Fahrzeuge und Restaurationen. Leonel Rodrigues und Alex Reisenthaler unterstützen die Bereiche Social Media sowie Interviews und Dokumentation.

Ebenfalls eingesetzt wurde ein beratender Beirat bestehend aus Massimo Albertini, Roberto Bernasconi und Marco Morisoli, der den Verein mit strategischer Unterstützung, Erfahrung und fachlicher Beratung begleiten soll.

Die Stimmung des Abends war geprägt von Begeisterung, Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch, etwas Nachhaltiges aufzubauen. Die Gründung von «Next Heritage» ist deshalb weit mehr als nur die Entstehung eines neuen Vereins: Sie ist ein klares Zeichen dafür, dass eine neue Generation bereit ist, aktiv an der Bewahrung und Weitergabe des automobilen Kulturerbes mitzuwirken.

Young4vintage Ticino setzt damit seinen Weg konsequent fort und zeigt, dass die Leidenschaft für historische Fahrzeuge zu Kultur, Freundschaft, Bildung und generationenübergreifenden Projekten führen kann.

Safenwil, Leidenschaft ohne Grenzen

Am 28. März 2026 erlebte young4vintage Ticino einen besonders bedeutenden Moment mit einem Ausflug nach Safenwil – ganz im Zeichen von Entdeckung, Austausch und gelebter Leidenschaft.

Von Roberto Bernasconi

Eine Gruppe von rund zwanzig Teilnehmenden aus dem Tessin, verbunden durch das Umfeld von young4vintage, reiste gemeinsam mit einem Reisecar an. Bereits die Anreise wurde so zu einem ersten Moment des Austauschs und der Gemeinschaft. Erstmals waren auch junge Enthusiasten aus dem benachbarten Italien mit dabei, was die «insubrische» Zusammenarbeit unterstrich und zeigte, wie verbindend diese gemeinsame Leidenschaft über Grenzen hinweg wirken kann.

Das Tagesprogramm war abwechslungsreich und sorgfältig zusammengestellt. Den Auftakt bildete der Besuch im Emil Frey Classic Museum, wo die Teilnehmenden in eine qualitativ hochstehende Sammlung eintauchen konnten, die durch ihre Präsentation und Detailtiefe grossen Eindruck hinterliess.

Im Anschluss erhielt die Gruppe Einblick in die Werkstatt von Emil Frey Classic, das eigentliche Herzstück des Unternehmens. Die Führung wurde auf Italienisch vom Werkstattleiter Andrea Trigili geleitet und ermöglichte einen direkten Einblick in die Arbeiten rund um Wartung und Restauration. Die fachlichen Ausführungen stiessen auf grosses Interesse und wurden von den Teilnehmenden sehr geschätzt.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Museumsrestaurant folgte ein weiterer Höhepunkt des Tages: der Besuch des Swiss Car Register. In Anwesenheit von Urs P. Ramseier erhielten die Teilnehmenden Zugang zu einer aussergewöhnlichen Sammlung von Dokumenten und Objekten, welche die Geschichte des Automobils in der Schweiz eindrücklich dokumentieren. Die Führung auf Italienisch durch Franz Engler vermittelte dieses einzigartige Kulturgut mit viel Fachwissen und spürbarer Leidenschaft.

Besonders hervorzuheben ist auch der Geist innerhalb der Gruppe. Ein spezieller Dank gilt Hermes, der mit seiner offenen Art und seinem Gespür für Menschen sofort einen Zugang zu den Teilnehmenden aus Mailand fand und damit einen ersten, wichtigen Brückenschlag zwischen Gleichgesinnten ermöglichte. Daraus ergibt sich eine vielversprechende Basis für zukünftige gemeinsame Aktivitäten in der Schweiz und in Italien.

Die zahlreichen positiven Rückmeldungen bestätigen die hohe Qualität dieses Ausflugs – sowohl inhaltlich als auch menschlich. Der Tag in Safenwil war weit mehr als ein klassischer Besuch: Er war ein Erlebnis, das Austausch, Lernen und neue Verbindungen ermöglichte.

young4vintage setzt damit seinen Weg konsequent fort – als Plattform, die Generationen und Regionen verbindet und zeigt, dass die Leidenschaft für historische Fahrzeuge eine universelle Sprache ist, die Menschen, Ideen und Perspektiven zusammenführt.

Begeisterung, neue Generationen und erste Erfahrungen

Anlässlich des «Vatertags» am 19. März 2026 bildete das Tessin die Kulisse für zwei Veranstaltungen, die Leidenschaft, Austausch und neue Impulse miteinander verbanden: Rund dreissig Fahrzeuge trafen sich in Sant’Antonino und ebenso viele in Agno und sorgten für zwei stimmungsvolle und inhaltlich spannende Anlässe.

Von Roberto Bernasconi

Mit dabei war auch das Team young4yintage Ticino mit Irene, Hermes, Leo, Liky und Vanni, die die Veranstaltungen mitorganisiert und aktiv mitgestaltet haben und dabei viel Engagement und Initiative eingebracht haben.

Einer der besonderen Momente war, ohne Zweifel, das Debüt von Liky, 19 Jahre alt, der erst kürzlich seinen Führerschein erhalten hat. Für seine «Oldtimer-Feuertaufe» durfte er eine Alfetta fahren und erlebte damit seine erste echte Fahrt am Steuer eines historischen Fahrzeugs. Ein symbolischer Moment, der den Geist der Initiative perfekt widerspiegelt: die Weitergabe von Leidenschaft von einer Generation zur nächsten – lebendig und greifbar.

Die Gruppe wurde zudem durch ein neues Mitglied bereichert: Dani, mit 14 Jahren der Jüngste im Team. Als grosser Youngtimer-Enthusiast bringt er viel Neugier und Energie mit und zeigt, dass die Bewegung auch bei den ganz Jungen auf ein wachsendes Interesse stösst.

Auch die prämierten Fahrzeuge setzten spannende Akzente. In Sant’Antonino wurde eine eindrückliche Bentley 3 Litre Jarvis ausgezeichnet, während in Agno eine Ford T von 1926 geehrt wurde. Zwei Ikonen, die auf ihre Weise die Geschichte des Automobils authentisch erzählen.

Begleitet wurden die Veranstaltungen von geselligen Momenten: ein Frühstück in Sant’Antonino sowie ein Apéro mit Mittagessen in Agno, offeriert von OBI, dass die Initiative unterstützt hat. Den prämierten Teilnehmern wurde zudem ein Gutschein im Wert von 100 Franken für Produkte rund um das Automobil überreicht.

Nach diesen erfolgreichen Veranstaltungen, die in einem sehr positiven und kooperativen Umfeld stattgefunden haben, blickt man nun mit Interesse auf eine mögliche Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit OBI. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass hier eine solide Basis für zukünftige Projekte und neue Möglichkeiten entsteht.

young4vintage Ticino setzt seinen Weg damit konsequent fort: mit Begeisterung, neuen Generationen und dem klaren Ziel, Schritt für Schritt eine lebendige Gemeinschaft rund um die Leidenschaft für historische Fahrzeuge aufzubauen.

Vorweihnachtliche «Panettonata»

Am letzten Sonntag vor Weihnachten trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter von young4vintage Ticino erstmals in diesem Kreis zu einer vorweihnachtlichen «Panettonata». Die Garage eines Sammlers bei Lugano mit einer beeindruckenden Auswahl an Vorkriegs-Veteranen bot dafür eine ebenso stimmige wie inspirierende Kulisse. Bei Panettone, Schokolade, Kaffee und Soft­drinks wurde an­ge­regt über die neue Initiative dis­kutiert. Gleich­zeitig präsentierten die jungen Enthusiasten zwei konkrete Projekt­ideen mit Blick auf das Jahr 2026.

Von Roberto Bernasconi

Die erste Initiative verfolgt das Ziel, die Leiden­schaft für historische Fahr­zeuge an andere junge Men­schen weiter­zu­geben. Ge­plant sind Präsen­tationen an Schulen der 5. bis 9. Klasse, um Be­geister­ung zu wecken und gleich­zeitig auf­zu­zeigen, wie sich Interesse, Leiden­schaft sowie private und beruf­liche Per­spek­tiven mit­ein­ander ver­binden lassen.

Die zweite Initiative setzt auf das praktische Arbeiten am Objekt. Im Vorder­grund steht das Kennen­lernen von Technologie, Materialien und Zeit­geist ver­schiedener auto­mobil­historischer Epochen. Dabei geht es bewusst weniger um einen streng didaktischen Kurs, sondern um das un­mittel­bare Er­leben und Aus­leben der Leiden­schaft am Fahr­zeug.

Für beide Initiativen konnten bereits engagierte Paten ge­wonnen werden, welche die jungen Teil­nehmenden bei der Um­setzung ihrer Projekte begleiten, unter­stützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Damit sind die Grund­lagen gelegt, um schon bald mit der Um­setzung zu beginnen.

Eine besondere Ehre für diesen kleinen vor­weihnachtlichen Anlass war die Teil­nahme von Antonio Santarelli, dem Gewinner des Swiss Classic Passion Award Svizzera Italiana. Die Tessiner young4vintage-Gruppe, die am Gala­abend in Luzern teil­genommen hatte, nutzte die Gelegen­heit, Antonio den Preis persönlich zu über­reichen, da er am offiziellen Anlass aus familiären Gründen verhindert gewesen war.

Sicht­lich gerührt von der An­er­kennung, gewährte Antonio den An­wesenden sehr per­sönliche Ein­blicke in seinen Lebens­weg mit herben Rück­schlägen ebenso wie mit gross­artigen Momenten. Mit Geschichten aus dem «Näh­kästchen» eines Sattlers schlug er eine Brücke zwischen Hand­werk, Leiden­schaft und Durch­halte­vermögen. Zum Ab­schluss lud er die Tessiner young4vintage-Gruppe zu einem praxis­nahen Work­shop in seinem Betrieb ein.

Wir freuen uns auf ein Jahr 2026 voller Leiden­schaft, neuer Initiativen und begeisterter Menschen, die aktiv an der Zukunft der Ver­gangenheit arbeiten.

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei allen, die diese Initiative tragen und möglich machen, insbesondere bei den jungen Enthusiasten, den Paten sowie den Eltern für ihre Geduld, ihr Ver­trauen und die konstruktive Zusammen­arbeit.

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